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AUFBRUCH DER AUTORINNEN

DIE REGISSEURINNEN DER 60ER JAHRE IN EUROPA

UND DIE HELDINNEN IHRER FILME

Liebe Besucher*innen,


diese Website ist nicht mehr "work in progress" des laufenden feministischen und filmhistorischen Projektes Aufbruch der Autorinnen, sondern dessen Archiv. Ziel des Vorhabens 2015 und 2016 war es, den Anteil der Regisseurinnen am fiktionalen Kino der 1960er Jahre in Ost- und Westeuropa ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Denn der Beitrag der Filmemacherinnen zu dieser für die Filmgeschichtsschreibung so zentralen Dekade war bis dahin von den großen Retrospektiven zum Thema vernachlässigt worden.


Um mehr zu erfahren über das Selbstbild der Frauen in den 1960ern in Ost- und Westeuropa, über ihre Lebensbedingungen, Kämpfe, Phantasien und Träume wurden - bis auf eine Ausnahme - ausschließlich Spielfilme mit einer weiblichen Protagonistin ausgewählt: Filme von Frauen über Frauen.


Die "European Sixties" der Filmgeschichte sollten künftig auch mit den Werken von Claudia von Alemann, Muriel Box, Liliana Cavani, Věra Chytilová, Paula Delsol, Marguerite Duras, Judit Elek, Anna Gobbi, Livia Gyarmathy, Nelly Kaplan, Jeanine Meerapfel, Márta Mészáros, Kira Muratova, Ingrid Reschke, Helke Sander, Helma Sanders-Brahms, Larisa Shepitko, May Spils, Ula Stöckl, Nadine Trintignant, Agnès Varda, Lina Wertmüller und Mai Zetterling in Verbindung gebracht worden.


Von Sabine Schöbel 2014 initiiert, konnte das Festival Aufbruch der Autorinnen 2015 und 2016 mit Mitteln des Hauptstadtkulturfonds realisiert werden. Jörg Friess und das Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums in Berlin waren nicht nur Gastgeber sondern auch aktive Kooperationspartner der Film-und Veranstaltungsreihe, die vom 15. Oktober bis zum 15. November 2015 und vom 27. bis 30. Oktober 2016 stattfand. Das Festival hatte 2016 und 2017 auch Gastspiele bei der Kinothek Asta Nielsen in Frankfurt am Main und dem Internationen Frauenfilmfestival Dortmund | Köln.


Im Rahmen der Veranstaltungen 2015 und 2016 wurden 29 abendfüllende Spielfilme und 4 Kurzfilme aus acht Ländern gezeigt, Da die meisten Filme nie oder seit den 60er Jahren nicht mehr in Deutschland gezeigt wurden, war es nötig, entweder neue Untertitel zu erstellen oder antiquierte Dialoglisten aus den 1960er Jahren zu gründlich zu überarbeiten.


Es fanden elf Wortveranstaltungen und fünf Gespräche mit Regisseurinnen statt. Ein großer Teil der Interviews und Einführungsvorträge konnte in der von Borjana Gakovic und Sabine Schöbel erstellen Publikation 2016 veröffentlicht werden. Sie trägt den Titel Regisseurinnen der 60er Jahre und wurde als Nr. 68 der Zeitschrift Frauen und Film im Stroemfeld Verlag in Frankfurt am Main veröffentlicht.


Wir haben die aktuelle Retrospektive des Filmarchiv Austria im METRO Kinokulturhaus mit dem Titel WEIBLICH UND WIDERSTÄNDIG. Filmautorinnen im Europa der 60er und 70er Jahre, die 2020 zu einer ganzen Reihe von Filmen aus dem Berliner Aufbruch der Autorinnen Arbeiten europäischer Regisseurinnen der 1970er Jahre und einen Schwerpunkt zur österreichischen Filmgeschichte gesellt, zum Anlass genommen, die Struktur der website zu überarbeiten.


Wir wünschen viel Vergnügen bei der Lektüre!


Sabine Schöbel und Borjana Gaković

Berlin, 21.1.2020

AUFBRUCH DER AUTORINNEN – DIE REGISSEURINNEN DER 60ER JAHRE UND DIE HELDINNEN IHRER FILME