Lesung aus Fantasie und Arbeit am 17.10. um 13 Uhr, zusammen mit Helke Sander


Iris Gusner, Regisseurin und Autorin, studierte Spielfilmregie an der Moskauer Filmhochschule und arbeitete ab 1969 im DEFA-Spielfilmstudio, zunächst als Regieassistentin bei Konrad Wolfs Film Goya, danach als Regisseurin und Drehbuchautorin. Ihr erster Film Die Taube auf dem Dach(1973) wurde in der DDR verboten; das Filmmaterial wurde im Studio vernichtet, übrig blieb nur eine Arbeitskopie, auf deren Grundlage 2010 eine Rekonstruktion des Films gelang, die erfolgreich lief. Für ihren Film Alle meine Mädchen erhielt sie mehrere Preise.

Im Sommer 1989 verließ Iris Gusner die DDR, übersiedelte nach Köln und drehte weiterhin Fernsehfilme und schrieb Drehbücher. 2009 veröffentlichte sie gemeinsam mit Helke Sander eine „biografische Zwiesprache“ unter dem Titel Fantasie und Arbeit. Iris Gusner lebt heute in Berlin. Sie hat zwei Töchter, Inken Gusner ist Kostümbildnerin, Amina Gusner Theaterregisseurin.


Filmografie:

1967: Der Versicherungsagent (Strachowoj agent)

1973/2010: Die Taube auf dem Dach 

1974: Was halten Sie von Leuten, die malen

1976: Man nennt mich jetzt Mimi…

1976: Das blaue Licht

1978: Einer muss die Leiche sein

1980: Alle meine Mädchen

1981: Wäre die Erde nicht rund

1984: Kaskade rückwärts

1988: Ich liebe dich – April! April!

1993: Sommerliebe



AUFBRUCH DER AUTORINNEN – DIE REGISSEURINNEN DER 60ER JAHRE UND DIE HELDINNEN IHRER FILME